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Mein Baby hat Geburtstag!

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Nun ist es auch schon wieder ein Jahr her, dass ich meinen Blog startete. Was ist bisher geschehen? Ich habe insgesamt 5.651 Zugriffe, (1 aus Vietnam, 172 aus den USA, 19 aus Peru, 1 aus Kambodscha und 22 aus einer unbekannter Region – und ich dachte, es gibt keine weißen Flecken mehr auf der Maps-Kortn…) 16 Follower bekennen sich zu mir, haben allerdings nichts davon, da sie weder über das Erscheinen eines neuen Blogs informiert werden, noch sonstige Vorteile daraus schlagen können. Zuvor sah ich mir 156 Videos über das Erstellen eines Blogs und 62 über eRecht an, danach jeweils 4 Musikvideos aus der neuen Psytrance- und EDM-Szene sowie einen Film für Erwachsene, um mich zu entspannen. Aber das ist eine andere Geschichte… Ich habe 30 mehr oder minder kompakte Ergüsse von mir gegeben, bei jedem einzelnen unterlag ich in den ersten 2 Stunden nach Veröffentlichung heftigen Adrenalinstößen, wenn ich mehrere oder auch keine Likes bekam; die Spannung wurde jedes Mal unerträg...

Eine Frau mit Weitsicht?

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Man wird alt. Man und im Besonderen ich. Nicht dass ich mich jetzt über meine krummen Beine mit sämtlichen Folgeerscheinungen ergießen würde – nein! – auch meine Äuglein beginnen schön langsam müde zu werden. Ging ich bisher recht blauäugig, aber durchaus mit einem gewissen Weitblick durchs Leben, so habe ich seit Längerem Schwierigkeiten damit, manche Dinge richtig zu sehen und zuzuordnen. Aber das wird ja wohl nicht SO ein Problem sein, oder? Na gut, vielleicht kam es mal vor, dass ich auf der Weihnachtsfeier ein bisschen unfreundlich reagierte, als man mir ein Badeöl mit der Aufschrift „Hautarzt“ schenkte. Vielleicht hab ich dort die Chefin etwas angepöbelt, was sie sich einbilde, mir zu unterstellen, ich würde einen Hautarzt benötigen – bei meinem rosa Teint. Vielleicht hat sie sich dann peinlich berührt entschuldigt und vielleicht hab ich dann zuhause, bei besseren Lichtverhältnissen, gesehen, dass nicht „Hautarzt“, sondern „hautzart“ oben stand und dass alle anderen auch s...

Die Geister, die ich rief

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Einladung zum Weihnachtsessen. Diesmal bei Tantchen. Das ist neu. Das hatten wir noch nie. Meine Eltern, meine Kinder und ich. Tantchen ist in Fahrt und begrüßt uns gleich bei der üppig geschmückten Eingangstür mit einem lustigen Rentiergeweih. Sie sei ein nordischer Typ, ihr passe dies besonders gut, beginnt sie ihre Festrede, nachdem sie uns ebenso lustige Filzpatschen mit roten Rudi-Rentiernasen auf der Großzehenaußenseite offeriert und uns in die gute Stube bittet, wo es nach Leberknödelsuppe und Schweinsbraten duftet. Das mit dem Essen ist in unserer Familie ja so eine Sache: ein paar mimen die Veggies, ein paar essen nichts, was braun ist, ein paar können nix mehr beißen, was härter als Zuckerwatte ist und wieder andere (Überschneidungen und Mehrfachnennungen sind durchaus möglich) bekommen exakt 16 Minuten nach dem Verzehr von Milch, Fleisch oder Gemüse Flatulenzen, dass die Älteren unter uns an die Bombenangriffe von 1940 erinnert werden. Den Teufel werd ich tun und nun verra...

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

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Die Kinder zünden ganz begeistert nicht nur die zweite Kerze vom Adventkranz an, sondern setzen auch ein laut klingelndes Engerlkarussell in Gang, das ich noch von meiner Großmutter besitze und dessen Prinzip es ist, durch Kerzenwärme kleine Engerl, die an ihren Gesäßen lange Stangen angeheftet haben, zum Rotieren zu bringen, wodurch ein klingendes Geräusch entsteht. Und eine Duftkerze, eine Duftkerze zünden sie an, eine Duftkerze, die einen Gestank verbreitet, dass ich nah einer Ohnmacht bin, noch bevor wir das erste Lied anstimmen. „ Kling Glöckchen Klingelingeling “ . Missmutig folgen die Kids meiner Bitte, doch wieder mal ihre Musikinstrumente (eine verstimmte, verstaubte Gitarre und eine Blockflöte, die sich in der Mitte immer wieder in ihre Einzelteile auflöst) aus den hintersten Winkeln hervorzuholen und ein bisschen darauf zu spielen. Es folgt ein Streit, welches Licht noch aufgeschaltet bleiben sollte und welches man beruhigt abdrehen würde können, ohne komplett im ...

Elternsprechtag

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Gearbeitet, gekocht, eingekauft, geputzt, gewaschen, das Mittagessen für meine Spätheimkommenden warmgehalten und eigentlich schon reif für die spätnachmittägliche Couch, für „Pippi Langstrumpf“ im Astrid Lindgren- Special, das zurzeit im Fernsehen läuft, muss ich trotzdem noch einmal aus dem Haus. Es dämmert draußen bereits und ich scheine mein Tagespensum erfüllt zu haben, doch man zwingt mich: ELTERNSPRECHTAG. Das mag ich gar nicht. Lasst’s mich in Ruh, bin ich versucht zu denken, lasst’s mich auf meiner Couch, doch ich reiß mich zusammen: Ich entferne meinen Hausfrauen-Haarlook von zusammengebunden auf lockig-flockig mit ein paar Wasserspritzern auf mein Haupt und auf meine dankbaren Naturlocken, schlüpfe aus meiner Hausfrauen-Jogginghose in eine Jeans, säubere behelfsmäßig mit ebensolchen Wasserspritzern meinen Pulli, der Reste von Zahncreme, Mittagsmenü und ausgefallenen Haaren enthält, trete mutig vors Haus in die dunkle Nacht und schwinge mich per Veloziped Richtung Schule....

Maturaball

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Meine Tochter hat Maturaball. Kinder, wie die Zeit vergeht! Noch wackelte ich mit ihr im Kinderwagen schnaufend meinen Hügel hoch, während sie vor sich hin brabbelnd an ihren Jackenknöpfchen zupfte und schon bald würde sie im weißen Kleid ihr Tanzbein schwingen. Apropos Kleid: Man kann auf so einen Ball ja nicht etwa mit Jazz Pants und Sweater auftauchen, das ist ja schon mal der erste Haken an so einem Event. Ich brauche also ein Kleid. Ein anständiges. Ein elegantes. Es sollte vieles können: es sollte die Fledermausarme kaschieren - gar nicht auszudenken was passiert, wenn ich dem Töchterchen im Getümmel zuwinken wollte und der Unterarm streift schwabbelnd das Weinglas! Auch sollte es die Leibesmitte so darstellen, dass man mir nicht versehentlich zum vierten Kind gratulieren wollte, und es muss zu meinen Schuhen passen, die aus Jesus-Sandalchen mit Schnürriemen bestehen, weil ich nur darin den rechten, viel kleineren Fuß festzurren kann und weil eine Freundin (danke, A.!) mir sagt...

Büro Büro

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Mich hat eine Arbeit gefunden! Nein, halt, falsch! Man sagt ja jetzt „Tschob“. Also: ich habe jetzt einen Tschob. Nach gefühlten 300 Motivationsschreiben samt Storytelling und der Angabe der geforderten Hard und Soft Skills, unter subtiler Anwendung von „Attention-Interest-Desire-Action“ hat mich ein Recruiter zu sich berufen und konstatiert, dass ich im "Back Office" tätig sein könnte – und sollte ich mal durch ein gepflegtes Erscheinungsbild hervorstechen, auch im "Front Office", das hat er mir versprochen. Ich habe ihm gesagt, ich ziehe meine orthopädischen Schuhe und meine Strickpullis nur im Bett aus, darauf könne er sich einer Flatulenz entledigen. Bin ja vornehm. Kurzum und zu Deutsch: nach mehreren Bewerbungen arbeite ich nun in einem Büro. Eher eine Reihe hinter der Budl. Also hinten. Back. Weil wegen Schuhe und Pulli und Schoaserl und so.... Aber was ist im Büro eigentlich in der Zwischenzeit geschehen? In der Zeit, in der ich 13.140 Windeln bes...