6. Fahrt: Graz Marathon und eine unfreiwillige Reise in Österreichs Süden
Ich überlege im Vorfeld lange hin und her, wäge ab, sage zu, bin wieder unschlüssig, dabei ist die Aufregung doch schon so groß: mein Jüngster und mein Schwiegersohn in Spe nehmen samt ein paar Freunden und Verwandten beim Graz-Marathon teil, üben schon lange und hart dafür, zwirbeln sich gegenseitig hoch und pushen sich solange, bis auch jene, die vermeintlich weniger geübt sind, tapfer dort teilnehmen. Wir reden hier von 42,195 km, die man laufend hinter sich bringen muss. Für mich jenseits jeglicher Vorstellungskraft und gleichzeitig eine der faszinierendsten, bodenständigsten Sportarten. Der Gang, der sich zum Lauf entwickelt, ein sukzessives Erobern eines Weges, ohne Hilfsmittel, mit wenig Schnickschnack, einfach ein Bein nach dem anderen. Ein sehr ehrlicher Sport, der besonders mich als Mensch mit Gehbehinderung sehr fasziniert. Ich möchte zusehen und die Jungs supporten, das steht fest. Aber ich habe meine Zweifel und Kalamitäten: Die Straßen sind in Graz an diesem Tag großr...