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Notenschluss

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Die Schlacht ist geschlagen. Bei drei Kindern. Das Schuljahr ist zu Ende. UND ICH WAR IMMER DABEI. WIR bereiteten 5 Portfolios vor zu Themen, die uns Null-Komma-Josef interessieren, wobei WIR nebenbei 93 Snaps ohne Filter und 18 mit einem solchen machten. WIR aßen 552 Jausenbrote an insgesamt 184 Schultagen, von low carb keine Rede. WIR fuhren jeden Tag 12 km mit dem Rad, dem Moperl, der Bim, oder mit dem Bus, auch fuhren WIR 140 km mit dem Zug. WIR machten 12 Lesejournale über Bücher, deren Inhalt so lahm war wie das Rückspulen einer Musikkassette vor 30 Jahren. WIR bereiteten 7 Referate vor, wozu WIR 3 verschiedene Computer-Module verwendeten und das WLAN zigmal verfluchten. Danach trugen WIR diese vor, wobei UNS fast immer ein Frosch im Hals steckte, den WIR dann mit viel Mut runterschluckten – Schluss mit dem Veggie-Zeugs… WIR hatten 32 Schularbeiten, für die WIR uns tage-, wenn nicht oft wochenlang vorbereiteten, WIR lernten mit vollem Bauch nach dem Mittage...

Pumperlxund?

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Frei nach dem Motto: „habe meine Symptome gegoogelt: es gibt 3 Möglichkeiten - Pest, Borkenkäfer oder die Zylinderkopfdichtung“ zwickt und juckt es mich seit ein paar Tagen im unteren Bauch. Was tun? Natürlich frage ich nicht Dr. Google, ich bin ja kein Hypochonder, ich doch nicht. Nein! Ich gehe brav zum Arzt. Als ich endlich drankomme, werde ich auch gleich gefragt, ob ich Stress und normalen Stuhlgang hätte. Ersteres nein, zweiteres ja – aber so genau will das hier vielleicht auch gar keiner wissen (außer der Arzt meines Vertrauens). Dann muss ich mich auf eine Pritsche legen, wo unten meine Füße weit hinausragen – sie sind kurz davor, im dahinter befindlichen Mistkübel zu landen. Sind denn diese medizinischen Liegen alle für eine Puppenküche gebaut, frag ich mich noch, während der Arzt bereits die Hose öffnet – also meine, nicht seine!   - und mit seinen kalten Griffeln auf meinem Bauch herumzudrücken beginnt. Je weiter er nach unten griffelt, desto schmerzhafter und jucke...

in concert

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Eine Einladung zu einem Konzert – in rustikalem Rahmen - nehme ich gerne an und schwinge mich mit meiner Mädelsrunde in das örtliche Veranstaltungszentrum, in dem ich ja schon viele schöne Stunden erlebt habe (siehe Speed Dating). Verschiedene Chöre und Drei- oder Viergesänge stehen auf dem Programm, anschließend ein bunter Abend. Das klingt doch gut, oder? Man kann sich doch auch einmal die regionalen Gruppen ansehen, es müssen ja nicht immer die verzweifelten DJs aus der Konserve sein, denk ich mir und schwinge meine lahmen Hufe auf die reservierten Plätze im vorderen Teil des Raumes. Habe sogar eine Bluse an und ein Ketterl mit einem Anhänger, den man mit viel Phantasie auch „trachtig“ nennen könnte. Nachdem sich der blumengeschmückte Saal langsam mit einem sehr bunten Publikum gefüllt hat (meine Mädels und ich gehören zu den Jüngsten hier, aber auch das ist ok), geht der Vorhang auf und gibt uns einen ersten Einblick in das zu erwartende Programm: Es stehen dort ca. 70 Leute i...

Hormonstau mit Autokorrektur

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Es ist Frühling. Oh, welch ein Frühling! Es treibt und sprießt an allen Ecken und Enden, der Wald ist rauschig und pulsiert durch Blütenstaubejakulat, das mit Stoßwellen in die Täler gepumpt wird. Da kann man doch nicht so einfach ruhig bleiben, oder? Da regt sich auch in mir ein Hormonwirbel, den es gilt, entweder unter Kontrolle zu bekommen oder auf die Balz zu gehen. Habe mich dieses Jahr für letzteres entschieden und tatsächlich! Es hat sich Einer meiner erbarmt. Mario. Mario, meine neue Flamme. Ein vielversprechendes Anpirschen auf Wot-Sepp hat begonnen und wäre unglaublich gut verlaufen, wenn nicht – ja, wenn ich nicht diese verflixte Autokorrektur auf meinem Handy aktiviert hätte. Die ersten Sätze verliefen ja noch ganz gut, ein vorsichtiges Begrüßen, Smalltalk, regionale Wetterberichte blah blah blah. Aber dann… Mario: „Wie wär’s mal mit einem Kaffee?“ Ich: „Gerne. Wann hast du Zeitung (=Zeit) ?" Mario: „Wozu brauche ich eine Zeitung??? Ich weiß auch so, dass ...

Alles im Griff - auf dem sinkenden Schiff

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So interessant mein Leben als 3-fache Mutter und Familienhäuptling auch ist, manchmal – ich gebe es zu – wird’s ganz schön kompliziert und anstrengend. Da prasseln ziemlich viele Sachen zugleich auf meinen mit einigen Zipperlein bedeckten Buckel ein, mit denen man schon statistisch rein gar nicht fertig werden kann: Mein Jüngster will von mir 2 Bögen mit ärztlichen Fragen zur FSME-Impfung ausgefüllt bekommen, 5 Klopapierrollen zum Basteln in der Schule und ein Geschenk für einen Freund, der ihn zu einer Geburtstagsparty eingeladen hat. Des Weiteren erklärt er mir, ich möchte doch so freundlich sein und sein Fahrrad straßentauglich ausstatten, es besitze weder Klingel noch ordentliche Katzenaugen, und das Zeitschriftenabo, das ich ihm vor 7 Jahren bestellt hätte, sei inzwischen so öd geworden wie ein Kassettenrekorder aus den 1970er Jahren. „Olli und Molli besuchen Fipsi“ reiße ihn nicht mehr aus seinen Markensocken. Viel lieber wäre ihm da eine neue Panzerglashülle für sein Handy....

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

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Mein Alltag hat ja so seine Tücken: ich humple von vorne nach hinten und von oben nach unten, manchmal humple ich auch auf die Seite – aber nur ganz selten. Von der vielen Humpelei bin ich ständig schlapp. In der Fachsprache wird dies zwar „erhöhter Muskeltonus aufgrund der Spastik“ genannt, ich würd jedoch simpel dazu sagen: „eigentlich bin ich immer müde, nur wenn ich schlafe, geht’s so halbwegs“. Dies äußert sich dahingehend, dass ich, wenn ich mich – selbst im öffentlichen Raum -   in die Horizontale begeben würde, auf der Stelle einschliefe. Da muss man dann etwas vorsichtig sein: Parkbänke, Kühltruhen in Großmärkten, gynäkologische Stühle, Bankreihen in Wartezimmern, Barhocker u. ä. ziehen mich magisch an und sind somit potentielle Gefahrenzonen für ein power-napping. Und frage nicht, was mir auf fremden Couches und Betten schon alles (nicht) passiert ist, weil ich vorzeitig wegschlief! Zu Geburtstagen und anderen Anlässen bekomme ich deshalb schon in jahrelanger Tradition ...

T(D)atendrang

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Hochmut kommt vor dem Fall „Nie mehr Schule“ trällerte der Falke - Gott hab ihn selig - vor über 30 Jahren und hatte leider Unrecht: Jetzt hat’s mich wieder erwischt. Ich drücke die Schulbank. Mit den gleichen Gefühlen wie damals, in ähnlicher Konstellation. Nur diesmal in Farbe, kein Schwarz-Weiß mehr: 11 Frauen und ein Hahn im Korb, 2 Tischgruppen zu je 6 Leuten, die aus völlig unerfindlichen Gründen miteinander konkurrieren, Pausen werden vorgegeben, Prüfungen werden durchgeführt, dann ein Abschlusszeugnis. Entschuldigungen bei Abwesenheit müssen zeitnah abgegeben werden, kein Tratschen, kein Essen während des Unterrichts, Alk auch nicht. Was für ein Leben! Fehlt nur noch ein Elternsprechtag…. Wie kommt‘s? Ein Angebot vom AMS, das ich natürlich dankend annehme: ich möchte einen Image Editing-Kurs machen, man checkt mich kurz durch und konstatiert, ich wäre genau die Richtige für einen ECDL Base. Auch gut. Obwohl…. Ich kann das ja alles ….oder zumindest vieles … einiges ab...