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in concert

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Eine Einladung zu einem Konzert – in rustikalem Rahmen - nehme ich gerne an und schwinge mich mit meiner Mädelsrunde in das örtliche Veranstaltungszentrum, in dem ich ja schon viele schöne Stunden erlebt habe (siehe Speed Dating). Verschiedene Chöre und Drei- oder Viergesänge stehen auf dem Programm, anschließend ein bunter Abend. Das klingt doch gut, oder? Man kann sich doch auch einmal die regionalen Gruppen ansehen, es müssen ja nicht immer die verzweifelten DJs aus der Konserve sein, denk ich mir und schwinge meine lahmen Hufe auf die reservierten Plätze im vorderen Teil des Raumes. Habe sogar eine Bluse an und ein Ketterl mit einem Anhänger, den man mit viel Phantasie auch „trachtig“ nennen könnte. Nachdem sich der blumengeschmückte Saal langsam mit einem sehr bunten Publikum gefüllt hat (meine Mädels und ich gehören zu den Jüngsten hier, aber auch das ist ok), geht der Vorhang auf und gibt uns einen ersten Einblick in das zu erwartende Programm: Es stehen dort ca. 70 Leute i...

Hormonstau mit Autokorrektur

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Es ist Frühling. Oh, welch ein Frühling! Es treibt und sprießt an allen Ecken und Enden, der Wald ist rauschig und pulsiert durch Blütenstaubejakulat, das mit Stoßwellen in die Täler gepumpt wird. Da kann man doch nicht so einfach ruhig bleiben, oder? Da regt sich auch in mir ein Hormonwirbel, den es gilt, entweder unter Kontrolle zu bekommen oder auf die Balz zu gehen. Habe mich dieses Jahr für letzteres entschieden und tatsächlich! Es hat sich Einer meiner erbarmt. Mario. Mario, meine neue Flamme. Ein vielversprechendes Anpirschen auf Wot-Sepp hat begonnen und wäre unglaublich gut verlaufen, wenn nicht – ja, wenn ich nicht diese verflixte Autokorrektur auf meinem Handy aktiviert hätte. Die ersten Sätze verliefen ja noch ganz gut, ein vorsichtiges Begrüßen, Smalltalk, regionale Wetterberichte blah blah blah. Aber dann… Mario: „Wie wär’s mal mit einem Kaffee?“ Ich: „Gerne. Wann hast du Zeitung (=Zeit) ?" Mario: „Wozu brauche ich eine Zeitung??? Ich weiß auch so, dass ...

Alles im Griff - auf dem sinkenden Schiff

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So interessant mein Leben als 3-fache Mutter und Familienhäuptling auch ist, manchmal – ich gebe es zu – wird’s ganz schön kompliziert und anstrengend. Da prasseln ziemlich viele Sachen zugleich auf meinen mit einigen Zipperlein bedeckten Buckel ein, mit denen man schon statistisch rein gar nicht fertig werden kann: Mein Jüngster will von mir 2 Bögen mit ärztlichen Fragen zur FSME-Impfung ausgefüllt bekommen, 5 Klopapierrollen zum Basteln in der Schule und ein Geschenk für einen Freund, der ihn zu einer Geburtstagsparty eingeladen hat. Des Weiteren erklärt er mir, ich möchte doch so freundlich sein und sein Fahrrad straßentauglich ausstatten, es besitze weder Klingel noch ordentliche Katzenaugen, und das Zeitschriftenabo, das ich ihm vor 7 Jahren bestellt hätte, sei inzwischen so öd geworden wie ein Kassettenrekorder aus den 1970er Jahren. „Olli und Molli besuchen Fipsi“ reiße ihn nicht mehr aus seinen Markensocken. Viel lieber wäre ihm da eine neue Panzerglashülle für sein Handy....

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

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Mein Alltag hat ja so seine Tücken: ich humple von vorne nach hinten und von oben nach unten, manchmal humple ich auch auf die Seite – aber nur ganz selten. Von der vielen Humpelei bin ich ständig schlapp. In der Fachsprache wird dies zwar „erhöhter Muskeltonus aufgrund der Spastik“ genannt, ich würd jedoch simpel dazu sagen: „eigentlich bin ich immer müde, nur wenn ich schlafe, geht’s so halbwegs“. Dies äußert sich dahingehend, dass ich, wenn ich mich – selbst im öffentlichen Raum -   in die Horizontale begeben würde, auf der Stelle einschliefe. Da muss man dann etwas vorsichtig sein: Parkbänke, Kühltruhen in Großmärkten, gynäkologische Stühle, Bankreihen in Wartezimmern, Barhocker u. ä. ziehen mich magisch an und sind somit potentielle Gefahrenzonen für ein power-napping. Und frage nicht, was mir auf fremden Couches und Betten schon alles (nicht) passiert ist, weil ich vorzeitig wegschlief! Zu Geburtstagen und anderen Anlässen bekomme ich deshalb schon in jahrelanger Tradition ...

T(D)atendrang

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Hochmut kommt vor dem Fall „Nie mehr Schule“ trällerte der Falke - Gott hab ihn selig - vor über 30 Jahren und hatte leider Unrecht: Jetzt hat’s mich wieder erwischt. Ich drücke die Schulbank. Mit den gleichen Gefühlen wie damals, in ähnlicher Konstellation. Nur diesmal in Farbe, kein Schwarz-Weiß mehr: 11 Frauen und ein Hahn im Korb, 2 Tischgruppen zu je 6 Leuten, die aus völlig unerfindlichen Gründen miteinander konkurrieren, Pausen werden vorgegeben, Prüfungen werden durchgeführt, dann ein Abschlusszeugnis. Entschuldigungen bei Abwesenheit müssen zeitnah abgegeben werden, kein Tratschen, kein Essen während des Unterrichts, Alk auch nicht. Was für ein Leben! Fehlt nur noch ein Elternsprechtag…. Wie kommt‘s? Ein Angebot vom AMS, das ich natürlich dankend annehme: ich möchte einen Image Editing-Kurs machen, man checkt mich kurz durch und konstatiert, ich wäre genau die Richtige für einen ECDL Base. Auch gut. Obwohl…. Ich kann das ja alles ….oder zumindest vieles … einiges ab...

Wot-Sepp

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Oma hat bald Geburtstag. Was wünscht sich Oma? Wird sie feiern? Will sie einen Ausflug machen oder gut essen gehen? Möchte sie Besuch bekommen oder im stillen Kämmerlein den Tag verbringen? Und was sagen überhaupt die Kinder und Opa dazu? „Was tun, sprach Zeus“ – und gründete eine Wot-Sepp-Gruppe. 5 Gruppenmitglieder: alter Sohn, Tochter, junger Sohn Oma herself und ich als Admin. Gruppenbild erstellt: ein aus dem Internet geklautes Foto eines Henderls mit Hütchen. Gruppenname hinzugefügt: Hoch lebe uns’re Omama! Benachrichtigungen: nicht stummschalten. Oma: „Mein Gott, wos isn deis? Wo bin ich da jetzt reingeraten? A Gruppn – jö, wie liab! Griaß Eich! Mein Mäderl, wie geht’s dir denn? Bist eh immer schön warm angezogen? Und Burschen, was macht euer Schnupfen? Ist er schon besser? Sonst bring ich euch noch einen guten Tee vorbei, Holler mit Lindenblüten – der putzt euch so richtig durch! Und Dirnderl (sie meint MICH damit!), wie geht’sn Dir? Hast n...

Bussi Bussi

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Busseln – eine Frage der Körpergröße? Das Busseln – ich persönlich mag’s ja nicht. Ok. Ich mag recht viel nicht, das wird mir immer klarer. Bin eine „Anti“, ich weiß. Aber das blöde Busseln ist ja wirklich ganz umsonst, oder? Und ich rede hier nicht von heißen Zungenspielen mit feurigen Liebhabern, da wär ich natürlich sofort dabei – nein! Ich rede von dieser albernen Bussi-Bussi-Manier, die mich schon mein Leben lang verfolgt und, so scheint’s, immer gesellschaftsfähiger wird. Manchmal komm ich mir vor wie bei den Franzosen in „La Boum – die fete“, da gab man schon vor 37 Jahren jedem Wildfremden zur Begrüßung ein Bussi links und ein Bussi rechts. Dabei weiß ich noch immer nicht, ob die Richtung überhaupt passt. Muss man nicht zuerst rechts und dann links? Oder vielleicht sogar noch eine dritte Richtung dazunehmen? Also nicht „Richtung“, ich meine damit, man muss doch manchmal dann wieder bei jener Wange aufhören, bei der man angefangen hat. Die Relativitätstheorie ist der reinst...