Die Natur schlägt zurück.
Woche drei, nachdem es mich dereinst ausgehakt hat: beide Scharniere an den Füßchen kurz mal in die falsche Richtung gezogen und schon bin ich lahm- und stillgelegt. Ein Bewegungsradius wie der einer Weinbergschnecke ist mir seitdem eigen, die Beinchen sehen immer noch aus, als ob mich jemand gefoltert hätte und statt eines sinnlichen Duftes ziehe ich Nicht-Steroidalen-Antirheumatika-Geruch hinter mir her. Und je länger die Misere dauert, desto mehr merke ich: es juckt mich mit keiner Faser mehr. Ein „mir-is-deis-wurscht-Gefühl“ hat von mir Besitz ergriffen. Loslassen vom Feinsten. Da ich ja kaum zur Hausarbeit oder Systemerhaltung fähig bin – außer kochen und essen tu ich nicht viel, aber das ist mir äußerst wichtig! – beginnt nun schön langsam die Natur, sich sowohl Haus als auch Garten zurückzuerobern: In so gut wie allen Ecken hausen ganze Spinnenclans mit ihren lieben Babys, auch die Großeltern hab ich schon gesichtet, und im Licht der Sonne schimmern ihre Weben, die vielleich...