(N)immer der Nase nach
Nun ist es also soweit. Jahrelang haben wir darauf hingearbeitet, jetzt fällt von meiner Familie einer nach dem anderen sowohl aus als auch um: ein bisschen Rotz und Spucke in die adäquaten Gefäße verteilt, ein paar rote Stricherl hier, ein paar behördliche E-Mails und Anrufe dort und ehe wir uns versehen, sind wir Vier ein Teil der täglich verfolgten Statistik an Covid-Neuinfektionen. Be part of it. Dabei sein und nicht nur zusehen. Das ist das Motto. Tag 1: Ich fühl mich pudelwohl, ein bisschen schlapp vielleicht, könnte aber auch am Frühling liegen, sicherheitshalber lasse ich mich im Zuge meiner morgendlichen Stadtrunde testen. Anschließend zum Frisör, zum Bäcker, ins Lebensmittelgeschäft und auf die Bank. Zuhause putze ich noch den Teppich, den ich noch nie geputzt habe, bringe das Altglas weg, wasche Wäsche, koche, gieße Blumen. So Zeugs eben. Sachen, die nichts wert sind, weil sie nicht bezahlt werden. Abends lege ich mich zufrieden ins Bett und freue mich auf meine Vo...